Frida-Levy-Gesamtschule ist ...


Israelisch-Deutsches Seminar in Tel Aviv

Israelisch-Deutsches Seminar in Tel Aviv
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Geschlossene Gruppe der Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" der Frida-Levy-Gesamtschule

 

Walter Levy, der Urenkel von Frida Levy, zu Besuch an unserer Schule

Am 22. Januar 2014 bekam unsere Schule lieben Besuch. Einige Tage vorher erhielt das Sekretariat folgende E-Mail:

„Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Walter Levy und ich bin Urenkel von Frida Levy. (Berthold Levy war mein Großvater.) Ich bin nächste Woche geschäftlich in Essen unterwegs. Wäre es für mich möglich […] die Frida Levy-Schule zu besuchen? Ich wollte das schon länger, aber bin noch nicht dazu gekommen. Bei der "Einweihung"/Namensänderung der Schule in 2001 war ich dabei. Ich bin Schwede, arbeite für eine deutsche Firma und wohne in der Schweiz. Bei Fragen rufen Sie mich am besten an.

Freundliche Grüße“

 

Ich nahm sofort telefonisch und via Mail Kontakt zu Walter Levy auf und wir bereiteten ein kleines „Besuchsprogramm“ vor. Er kam gegen Mittag an und berichtete als erstes, wie bewegt er war, als er den Namen seiner Urgroßmutter im Eingangsbereich unserer Schule sah. Wir gingen mit einigen Lehrern zusammen in unserer Mensa essen. Danach nahm er am GL-Unterricht der 8f teil. Die Klasse hatte einige Fragen vorbereitet. Ein ausführlicher Artikel dazu erschien in der WAZ am nächsten Tag. (vgl. Kopie oder:)

Es ist für Walter Levy eine große Ehre, dass unsere Schule den Namen seiner Urgroßmutter trägt. In der Kindheit wurde wenig über die Verfolgung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland gesprochen. Sein Großvater Berthold, der älteste Sohn Von Frida Levy, war zu Beginn der NS-Diktatur im Jahre 1933 Referendar an unserer Vorgängerschule, dem Humboldt-Realgymnasium. Als Jude wurde er sofort aus dem Schuldienst entlassen und anstelle seines kranken Vaters in Sippenhaft genommen. Es gelang ihm im Jahre 1936 nach Schweden zu emigrieren. Dort wurde der Vater von Walter Levy geboren.

Walter Levy war ein sehr aufgeschlossener Gesprächspartner, dem es sofort gelang, Gesprächsbarrieren zu überwinden. Er freute sich sehr, einige Stunden an unserem Schulleben teilzunehmen, war überrascht, wie gut unsere Schüler über seine Urgroßmutter informiert waren und lobte die lebendige und positive Atmosphäre.

Danach gab er Schülerinnen, die einen Film über Frida Levy drehen (die erste Fassung wurde bereits am 18. Dezember 2013 in den sechsten Klassen anlässlich des Geburtstages unserer Namensgeberin aus dem 11. Jahrgang gezeigt), ein Interview. Ein Kurzbesuch in der Alten Synagoge rundete den Aufenthalt in Essen ab.

Einige Tage nach dem Besuch schrieb Walter Levy eine Mail, in der er sich sehr für den „erlebnisreichen Tag in Essen“ bedankte und die „geleistete Arbeit“ lobte. Er hatte aber auch gesehen und in Gesprächen erfahren, dass es bezüglich des „materiellen Status“ an vielen Ecken und Kanten mangelt. Er stellt 5000 Euro (!!!) zur Verfügung, damit unsere Schule Overheadprojektoren anschafft.

Wir danken ihm für die äußerst großzügige Spende und dafür, dass wir wieder regelmäßig mit einem Familienmitglied unserer Namensgeberin in Kontakt stehen.

Ludger Hülskemper-Niemann

Walter Levy mit SchülerInnen
Walter Levy mit SchülerInnen

Zeitungsbeitrag zum Besuch von Walter Levy auf "Der Westen.de":

http://www.derwesten.de/staedte/essen/familienbesuch-in-der-frida-levy-schule-id8904681.html

 

 

AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entwickelt ein neues Programm für den Frida-Levy-Tag im 6. Jahrgang

Die Zusammensetzung der SchülerInnenschaft der Frida-Levy-Gesamtschule ist ein realistisches Abbild der Einwanderungsgesellschaft – meistens funktioniert das Zusammenleben und -lernen wie selbstverständlich. In Konfliktfällen jedoch wird schnell in die Vorurteilskiste gegriffen und längst überwunden geglaubte Ressentiments gegen den/die Andere/n stehen im Raum und lassen sich schwer nur wieder aus der Welt schaffen. Wie kann Schule hier im Vorfeld wirkmächtig werden und eine Entzerrung zwischenmenschlicher Begegnungen von rassistischen, sexistischen und diskriminierenden Stereotypen befreien?
Vor diesem Hintergrund startete im Juli 2013 ein von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördertes Modellprojekt, das migrationsgesellschaftliches Lernen mit älteren SchülerInnen für jüngere SchülerInnen  erprobte.
Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, das Ziel jedoch klar formuliert: SchülerInnen ab Klasse 9 und besonders jene, die sich bereits in der von Jürko Ufert geleiteten AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR-SmC) engagierten, sollten für die Jahrgangsstufe 6 den Frida-Levy-Tag neu gestalten.
Wir setzten mit diesem Projekt stark auf Ansätze der sog. „Peer Education“; deren unbestritten große Chancen können sich jedoch nur in außergewöhnlichen Formatkombinationen entfalten und nur mit der teilneh-merInnenorientierten Entwicklung von Fragestellungen und Arbeitsschritten erfolgreich umsetzen.
Interessierte SchülerInnen konnten sich zwischen drei Arbeitsgruppen, die in ihrer Freizeit stattfanden ent-scheiden: a) AG - Antidiskriminierung: Migrationsbiografien b) AG - Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage c) AG-Medien: einen Film über das Leben und Wirken Frida Levys gestalten.
Gemeinsam erarbeiteten alle AGs Module zur Vermittlung der Seminarinhalte für die Jahrgangsstufe 6.  Sie erstellten einen Materialkoffer mit pädagogischem Übungen, Informationen über Schule ohne Rassismus, Ar-beitsblättern und Materialien zur Gruppenarbeit, biografischen Aufgaben anhand historischer Fotos über das Leben von Frida Levy und einen 14minütigen Film. Alle Materialien stehen der Schule auch in den kommen-den Jahren zur Verfügung.
Unterstützung bei diesen Herausforderungen bekamen sie von Katja Schütze, Joachim Thommes, Arlend Huober, Kalilou Wally, Ludger Hülskemper-Niemann und Jürko Ufert.
Das Besondere und das Außergewöhnliche war, dass die Schüler(Innen) der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Frida-Levy-Tag 2013 als Botschafter in die Klasse des 6. Jahrgangs gingen und das von ihnen erarbeitete Programm selbst  präsentierten. Mit vollem Erfolg! Die SchülerInnen des 6. Jahrgangs zeigten sich sehr interessiert und begeistert. Zukünftig soll dieses Programm an jedem Frida-Levy-Tag von den Mitgliedern der AG für die SchülerInnen im 6. Jahrgang durchgeführt werden.
Stimmen der ProjektmitarbeiterInnen:

 

Arlend Huober
Die SchülerInnen wurden anhand von Interaktionsübungen an das Thema "Entstehung von Klischees, Vorurteilen und Diskriminierung" herangeführt. Dabei mussten sie sich zuerst mit eigenen Vorurteilen auseinandersetzen und akzeptieren, dass wir alle tagtäglich unbewusst auf Schubladen zurückgreifen. Die daraus resultierenden, lebhaften Diskussionen führten zu einer intensiven Auseinandersetzung und die Dynamik vom Klischee über das Vorurteil hin zur Diskriminierung wurde offensichtlich nachvollziehbar.
Im Anschluss an die persönliche Auseinandersetzung machten sich die SchülerInnen an die methodische Ausgestaltung des Projekttages. Es war erstaunlich, mit wie viel Ideen und Durchhaltevermögen die SchülerInnen sich an Nachmittagen und Wochenenden einbrachten.

 

Jürko Ufert
Was ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“? Was bedeutet die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk für uns/unsere Schule? Welche Erfahrungen mit Rassismus, Diskriminierung, Gewalt habe ich gemacht? Was kann ich gegen Intoleranz und Gewalt tun? Die SchülerInnen der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ suchten nach Antworten auf diese Fragen. Seit dem 22.12.2010 trägt unsere Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die SchülerInnen leisteten damals einen großen Beitrag, warben über Monate für dieses Projekt, führten Gespräche und sammelten Unterschriften. Dadurch wurde es zum Projekt für die ganze Schule. Aber auch schon vorher war das Klima an unserer Schule gemäß unserer Namensgeberin Frida Levy von Toleranz, Aufklärung und sozialem Engagement geprägt. Insofern war der Beitritt zum Netzwerk “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ die logische Fortsetzung unserer Arbeit für Toleranz und gegen Intoleranz. Dass wir den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ als eine Selbstverpflichtung für Gegenwart und Zukunft verstehen, davon zeugt auch die Arbeit der SoR-SmC-AG, insbesondere bei diesem Projekt. Herzlichen Dank an alle SchülerInnen, die so engagiert über so lange Zeit in ihrer Freizeit an diesem Projekt mitgearbeitet haben!

 

Ludger Hülskemper-Nieman
Einen Film über Frida Levy machen? Das hört sich gut an und war dennoch für mich ganz schwer vorstellbar. Ich hatte vor einigen Jahren die Geschichte unserer Namensgeberin über viele Monate erforscht und dann in einem recht langen Aufsatz für unsere Schule schriftlich zusammengestellt. Als die Gruppe von Mittel- und Oberstufenschülern und die beteiligten Kollegen und Eltern mich Mitte letzten Jahres fragten, ob ich mitmachen würde, war mir klar, dass das ein ganz anderer Ansatz wäre als das mir vertraute Schreiben. Ich nahm in den nächsten Wochen an einigen hervorragend besuchten Vorbereitungssitzungen, die ausnahmslos in der Freizeit der Schüler stattfanden, teil und lernte das hohe Engagement der Beteiligten schätzen. Ich fühlte mich dabei lediglich mit für die  inhaltliche Seite zuständig. Ehrlich gesagt: ich ging nicht davon aus, dass der geplante Film bereits zum Frida-Levy-Tag am 18. Dezember 2013 fertig gestellt werden könnte.
Ich habe mich glücklicherweise geirrt. Einige Wochen vor diesem Termin interviewten mich nette und kompetente Schülerinnen aus dem 11. Jahrgang. Sie stellten kluge Fragen zum Lebenslauf, zu den Charaktereigenschaften, zu den Stärken und zum späteren Schicksal unserer Namensgeberin. In diesem Interview zeigten die Schülerinnen, wie gut sie zum einen über die historische Entwicklung (vom Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg zur Weimarer Republik bis hin zur nationalsozialistischen Diktatur) informiert waren. Zum anderen überzeugte die Genauigkeit, mit der sie Fragen stellten. Ein weiterer Schwerpunkt war ein ausführliches Interview mit Frau Groeger. Hier ging es schwerpunktmäßig um die Planung und Durchführung des Frida-Levy-Tages selbst in den verschiedenen Jahrgängen. Besonders beeindruckend war der Austausch zwischen Reporterin und Lehrerin über die Möglichkeiten, die jeder Schüler hat, unserer Namensgeberin in puncto Zivilcourage und Einsatz für ihre Mitmenschen, nachzueifern.
Am 18. Dezember war der Film komponiert, geschnitten, kopiert und was da sonst noch alles passieren muss und wurde in allen sechsten Klassen gezeigt. „Frida Levy – Ein Name wird Programm“ ist 14 Minuten lang. Ich konnte leider nicht dabei sein, als die jungen Schüler und Schülerinnen am Hofterberg unter Leitung von OberstufenschülerInnen den Film sahen und diskutierten. Ich bekam aber Rückmeldung von beteiligten KollegInnnen, die mir bestätigten, dass der Film ein voller Erfolg war. Es zeigte sich, dass es äußerst wichtig ist, Geschichte für die heutigen Kinder und Jugendlichen auf ihnen bekannten und attraktiven Wegen aufzubereiten.
Hierfür möchte ich allen Beteiligten meine große Anerkennung und meinen Dank aussprechen.  Ich bin davon überzeugt, dass der Film für das Selbstverständnis unserer Schule von großer Bedeutung ist und wünsche, dass die weitere Arbeit der Projektgruppe von allen Seiten unterstützt wird.
PS: Im Januar war Walter Levy, ein Urenkel von Frida Levy, in unserer Schule zu Besuch. Die Reporterinnen, die ihr Praktikum gerade bei Frau Schütze absolvierten, interviewten den jungen Schweden. Auch er war begeistert von der Art und Weise, wie die jungen Filmprofis ihre Arbeit machten. Wir warten also möglicherweise auf eine zweite Fassung des Films.

 

Katja Schütze und Joachim Thommes
Der FILM
Was hatten wir uns eigentlich vorgestellt? Einen Film zu drehen über eine Frau, die nicht mehr lebt, mit Jugendlichen, die noch niemals eine Kamera in der Hand hatten und für SchülerInnen der Jahrgangsstufe 6, die die Namensgeberin ihrer Schule näher kennenlernen sollen.
Neugierig begaben wir uns mit interessierten SchülerInnen auf Spurensuche und näherten uns einer Lebensgeschichte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir kannten keinen Menschen, der Frida Levy persönlich getroffen hatte, der wusste, wie sie sprach, wie sie sich bewegte; auch gibt es keine filmischen Dokumente über sie. Ergo: unsere erste Begegnungen mit dieser mutigen und engagierten Frau waren mittels gedruckter Worte und Bildern. Diese erhielten wir von Ludger Hülskemper Niemann, der  viele Stationen im Leben von Frida Levy bereiste und in zahlreichen Archiven stöberte.  Im Rahmen unserer  Re-cherchen nahm die Person Frida Levy immer mehr Gestalt an;  und viele der sozialen Fragen für die sie sich vor fast hundert Jahren engagierte, sind auch heute noch aktuell. Zum Beispiel unterstütze sie alleinerziehende Mütter, sie half Kindern von alkoholkranken Eltern und gab Sexual- und Aufklärungsunterricht für Jugendliche – ein Thema, das zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ein absolutes Tabu war und das auch heute noch nicht jedermann und jeder Frau leicht über die Lippen geht. Darüber hinaus war sie eine engagierte Sozialistin und  Frauenrechtlerin, die sich unermüdlich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzte, damals besonders auch für das Wahlrecht von Frauen. Und sie war eine entschiedene Gegnerin des 1. Weltkriegs und Feindin und Opfer der Nationalsozialisten. Was wir noch nicht erwähnt haben, sie, ihr Mann und ihre Kinder waren deutsche Juden.
Gründe genug, eine Schule mit einem Namen wie eine Bushaltestelle - ehemals „Gesamtschule Essen-Mitte“ - nach einer so klugen Frau umzubenennen und hoffentlich auch nachhaltig alle Gelingensbedingungen für ein Aufwachsen in der Einwanderungsgesellschaft, für  Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in der  Schulagenda zu verankern.
Aber neben ihrem gesellschaftspolitischen Engagement hatte Frida Levy noch eine musisch-künstlerische Ader. Das ganze Jahr über trafen sich Künstler und KünstlerInnen zu geselligen Veranstaltungen in ihrem weltoffenen und gastfreundlichem Haus. Das Ehepaar Levy förderte Kunst, Malerei, Literatur und Musik, Frida Levy malte auch selber.
Auch diese Aspekte müssen im Sinne ihrer Namenspatronin weiterhin an der FLG einen exponierten Raum und besondere Förderung erhalten.
Das alles und noch viel mehr versuchten wir mit der Mediengruppe zu erarbeiten, filmten in der Schule, vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Levy und montierten in der Greenbox eine Schülerin vor das Gebäude aus dem Jahre 1908. Interviewtraining, Medientheorie und –praxis ließen die SchülerInnen gerne über sich ergehen und erwiesen sich schnell als kreative und lustige Gruppe. Manchmal musste eine Szene auch mehrfach gedreht werden, weil das Kickern nicht mehr zu unterdrücken war und andere Male waren wir berührt von dem mutig eingreifenden Handeln und der auch traurigen Lebensgeschichte von Frida Levy. Vieles worüber wir in der Mediengruppe diskutiert haben, ist nicht in dem Film zu sehen, bewegt uns aber immer noch: besonders ihre unbeugsame Hoffnung auf die Rettung ihrer Familiemitglieder im sog. Dritten Reich.
Der 14-minütige Film versucht in drei Teilen die vielen Facetten des Lebens von Frida Levy zu dokumentieren. Zu Beginn gibt er einen Überblick über ihr Wirken in Essen. Anschließend beschreibt Ulrike Groeger sehr anschaulich, die Gestaltung des Frida-Levy-Tag an jedem 18. Dezember. Natürlich darf ein biografischer Film – auch wenn er für junge SchülerInnen konzipiert ist -  nicht die Verfolgung und Vernichtung der Jüdin Frida Levy und ihrer Familie durch die Nationalsozialisten verschweigen. Dieses Kapitel beschreibt Ludger Hülskemper-Niemann eindrücklich im dritten Teil.

Der Film kann in der momentanen Fassung gerne gezeigt und gesehen werden – wir würden uns freuen, ihn mit engagierten SchülerInnen weiterzuentwickeln.


Katja Schütze, Joachim Thommes, Arlend Huober, Ludger Hülskemper-Niemann, Jürko Ufert

1) Zeitungsbeitrag über das Projekt zur Umgestaltung des FLT im 6. Jg. :

http://www.derwesten.de/staedte/essen/schuelerinnen-drehten-kurzfilm-ueber-frida-levy-aimp-id8933303.html

 

2) Der beim Projekt zur Umgestaltung des FLT im 6. Jg. entstandene Film (bei youtube hochgeladen):

https://www.youtube.com/watch?v=G-sjoop6k3o

 

 

 

Gemeinsam eine neue Erinnerungskultur schaffen – Teilnahme am 26. Deutsch-Israelischen Lehrerseminar in Berlin

 

Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. Ich kann nicht verstehen, dass man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat. Sie zu begründen hätte etwas Ungeheuerliches angesichts des Ungeheuerlichen, das sich zutrug.
Dass man aber die Forderung, und was sie an Fragen aufwirft, so wenig sich bewusst macht, zeigt, dass das Ungeheuerliche nicht in die Menschen eingedrungen ist, Symptom dessen, dass die Möglichkeit der Wiederholung, was den Bewusstseins- und Unbewusstseinsstand der Menschen anlangt, fortbesteht. Jede Debatte über Erziehungsideale ist nichtig und gleichgültig diesem einen gegenüber, dass Auschwitz nicht sich wiederhole.“
aus: Theodor W. Adorno „Erziehung nach Auschwitz“

 

Die Deutsch-Israelischen Lehrerseminare haben eine lange Tradition. Deutsche und israelische Lehrkräfte besuchen sich im zweijährigen Wechsel in ihren Ländern. Der Umgang mit dem Holocaust steht bei den Treffen immer im Mittelpunkt. Seit über vierzig Jahren organisiert die GEW gemeinsam mit ihrer israelischen Partnergewerkschaft Histadrut-Hamorim Seminare zur Konfrontation mit der Shoa im Unterricht. Es geht dabei immer um die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Holocaust, um deutsch-jüdische Geschichte, um die Erziehung zur Toleranz und zur Akzeptanz des Anderen.

 

Ich bekam die Chance, am 26. Seminar teilzunehmen, zu dem die GEW vom 21.- 26.07.2013 nach Berlin einlud. Das Seminar wurde gemeinsam mit der israelischen Lehrergewerkschaft Histadrud Hamorim und der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert.

 

Das Zusammentreffen der 35 KollegInnen aus beiden Ländern lebte vom aktiven Mitmachen, vom Lernen- und Sich-Einlassen-Wollen. Es fand ein reger Austausch über eigene Erfahrungen aus der pädagogischen Praxis statt - sei es über die lokale Spurensuche, die Geschichte der eigenen Schule, über Kunst, Musik, Poesie oder die Begegnung mit Zeitzeugen, über eigene Recherchen zu jüdischem Leben und der Arbeit in Gedenkstätten oder über Projektarbeiten.

 

Da von der Generation der Überlebenden langsam Abschied genommen werden muss und mit ihnen von der unmittelbaren Erfahrungsgeschichte, standen folgende Fragen im Zentrum des Austausches: Wie kann es gelingen, die Erinnerung an das Unfassbare wach zu halten? Wie kann man Schülerinnen und Schülern heute das Thema Holocaust nahe bringen? Wie beeinflusst der Holocaust unser Bild von Israel und den Konflikten im Nahen Osten? Die Fragen konnten offen und kontrovers diskutiert werden, weil die Begegnung in Berlin in einer außergewöhnlich zugewandten Atmosphäre stattfand und sich im Laufe der Woche ein Klima des Vertrauens entwickelte. Das lag vor allem an den TeilnehmerInnen und ihrer Bereitschaft zu persönlichem Austausch. Sicher hatte das auch etwas damit zu tun, dass die Tagungsstätte im Herzen von Berlin lag und das von Katharina Kaminski und Franz Dwertmann geplante bunte, vielfältige, lokale und auch gastronomische Rahmenprogramm den Teilnehmer(innen) beider Delegationen jeden Tag Gelegenheiten bot, direkt und persönlich miteinander zu sprechen und sich kennenzulernen.

 

Bei der Beschäftigung mit dem Motto der Veranstaltung, „Eine neue Erinnerungskultur schaffen“, wurde deutlich, dass der Holocaust zwar eine dauerhafte Erinnerungsaufgabe bleiben, dass sich aber die Sprache des Erinnerns für neue Generationen ändern müsse, sowohl bei der Aufarbeitung in der Schule, als auch bei der Begegnung zwischen Deutschen und Isrealis. In den Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeiten fand sich dieser Ansatz wieder: Wie kann man mit Jugendlichen heute in KZ-Gedenkstätten angemessen pädagogisch arbeiten? Welche neuen Zugänge der Erinnerungsarbeit eröffnen Online-Medien? Kann man im Musikunterricht emotionale Eindrücke erfahrbar machen? Wie können Einzelschicksale dargestellt und mit allgemeinen Erkenntnissen über den Holocaust verbunden werden, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt?
Kontroversen wurden dabei nicht ausgespart, aber niemand beharrte - selbst bei schwierigen Themen - darauf, Recht behalten zu wollen, sei es bei der Beurteilung der deutsch-israelischen Beziehungen in der Nachkriegszeit oder der unterschiedlichen Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen in Palästina zwischen jüdischen Israelis und Vertretern der arabischen Minderheit.
Mich haben die Erzählungen persönlicher Familiengeschichten der TeilnehmerInnen sehr bewegt, auch die gemeinsamen Besuche im Haus der Wannseekonferenz und in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Besonders die dort gemeinsam abgehaltene Gedenkzeremonie wird mir immer in Erinnerung bleiben.

 

Beeindruckt hat mich das persönliche Engagement, mit dem der Leiter der israelischen Delegation, Avraham Rocheli, die besondere Verantwortung der LehrerInnen deutlich machte. Er steckte uns mit seinem Optimismus für die deutsch-israelischen Beziehungen an. Das Folgeseminar wird 2015 in Israel stattfinden.

 

Jürko Ufert

Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR-SmC)

  

 

Gemeinsam ein neue Erinnerungskultur schaffen – Teilnahme am 26. Deutsch-Israelischen Lehrerseminar in Berlin

AG für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” gegründet

Seit Dezember 2010 ist unsere Schule nun Mitglied im Netzwerk “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” (SoR-SmC). Seither sind viele Projekte und Aktionen erfolgreich durchgeführt und auf der Profilseite unserer Schulhomepage ausführlich dokumentiert worden. Um möglichst vielen Schüler(innen) die aktive Mitarbeit zu ermöglichen, habe ich eine AG für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” ins Leben gerufen.


Am 14.5.2013 fand das erste Treffen der neu gegründeten AG für “SoR – SmC” mit 25 engagierten Schüler(inne)n statt. Ein toller Erfolg! Alle waren mit großem Engagement und auch Spaß bei der Sache! Um besser planen und koordinieren zu können und den Schüler(innen) das themenbezogene Kommunizieren zu ermöglichen, habe ich auch eine geschlossene Facebook-Gruppe für die Arbeitsgemeinschaft eingerichtet (http://www.facebook.com/groups/169855573172738/). Die Schüler(innen) haben sich beim ersten Treffen entschieden, in folgenden Teilgruppen zu arbeiten: 1. Fahrten & Fortbildungen 2. Schüler mit Courage 3. Fairtrade-Schule 4. Veranstaltungen 5. Dokumentationen 6. Aktionen. Wir werden uns jeden Monat einmal mit allen treffen, in der Zwischenzeit arbeiten die Teilgruppen selbstständig an ihren Vorhaben.
Dass uns Giahn Miro, die mit mir von Beginn als Ansprechpartnerin unserer Schule für SoR-SmC zusammengearbeitet hat, leider am Ende dieses Schuljahres verlässt, bedaure ich sehr, weil sie immer herzlich und beherzt, kooperativ und couragiert mit dazu beigetragen hat, gegen Diskriminierung und Gewalt zu kämpfen. Im Rahmen des ersten Treffens der AG wurde ihre Nachfolgerin vorgestellt. Es ist Begüm Saka aus dem 10. Jahrgang, die auch schon einige Zeit sehr engagiert in der SV mitarbeitet. Auch wenn mir der Abschied sehr schwer fallen wird, so freue ich mich doch auch auf die Zusammenarbeit mit Begüm ab dem kommenden Schuljahr.

 

Ich freue mich auf die nächsten AG-Treffen und die weiteren Projekte und Aktionen!
 
Jürko Ufert
SV-Lehrer und Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule

für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”)

 

 

Portrait über die SoR-SmC-Arbeit an der Frida-Levy-Gesamtschule

Seit Dezember 2010 trägt unsere Frida den Titel “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”. Nach mehr als zwei Jahren Mitgliedschaft mit vielen Projekten und Aktionen gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt erschien ein Portrait über die Arbeit für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” an unserer Schule. Aber lest doch einfach selbst: http://www.derwesten.de/staedte/essen/was-ein-siegel-im-alltag-bedeutet-aimp-id7847476.html

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschulefür Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage 

 

 

 

 

SoR-SmC-Landeskoordination verlinkt Dokumentation & Preisverleihung

Auch im neuen Rundbrief der Landeskoordination für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” wird die Frida-Levy-Gesamtschule zweimal erwähnt: Unsere ausführliche Dokumentation des Landesschülerinnentreffens in Hattingen wird verlinkt (S. 6) und außerdem über die Verleihung des Young Women in Public Affairs Awards an unsere Schülersprecherin Giahn Miro berichtet (S. 13). Erneut wird zudem unsere Profilseite für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” verlinkt und auf die vielen Projekte und Aktionen hingewiesen, die an unserer Schule durchgeführt werden. Es ist schön, dass unsere Arbeit wahrgenommen und gewürdigt wird. Wir freuen uns auf den nächsten Rundbrief! 

 

Jürko Ufert

SV-Lehrer und Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule

für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

 

 

rundbrief sor 1304.pdf
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Zeitzeuge Rolf Abrahamsohn besucht die Frida-Levy-Gesamtschule

„Ich bewundere Ihren Mut, dass Sie vor so vielen Menschen Ihre Geschichte erzählt haben. Sie hat mich sehr getroffen und berührt.“

Diese Äußerung ist eine von vielen schriftlichen Rückmeldungen unserer Schüler der Jahrgangsstufen 10 – 12, die am letzten Tag vor den Osterferien in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula gebannt fast neunzig Minuten dem 87-jährigen Rolf Abrahamsohn zuhörten. Die berühmte fallende Stecknadel hätte in der Tat gestört.

Hier zunächst für alle, die nicht bei dieser einzigartigen Geschichtsstunde dabei sein konnten, die Lebensgeschichte unseres Gastes einerseits in Kurzform im Verhältnis zu dem was alles geschrieben werden könnte, andererseits so ausführlich, dass die Leser einen Einblick in seinen Lebenslauf bekommen.

Rolf Abrahamsohn wurde 1925 als zweiter von drei Söhnen geboren. Seine Eltern betrieben in Marl – am nördlichen Rand des Ruhrgebiets – ein gut gehendes Textilgeschäft. Rolf besuchte zunächst die evangelische Volksschule. Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland die Macht übernahmen, setzten sie alles daran, die jüdischen Bürger zu Menschen zweiter Klasse zu machen. Der kleine Rolf musste mit anhören, wie der Brief des Vaters eines Mitschülers verlesen wurde, in dem sich dieser beschwerte, dass sein Sohn mit dem Juden Abrahamsohn in einer Klasse sein müsse. Auf der „höheren“ Schule, die der Junge danach besuchte, war es bald unmöglich für Juden noch weiter am Unterricht teilzunehmen.

Am 9. und 10. November 1938 wurden überall in Deutschland die Synagogen zerstört und in Brand gesteckt, jüdische Läden geplündert, die Wohnungen verwüstet und die Männer verhaftet. Rolf Abrahamsohn erlebte, wie sein Vater mit einer Eisenstange verletzt wurde und für acht Tage in ein Gefängnis musste. Zwar wollte die Familie danach auswandern, es fehlte dafür aber das notwendige Geld, weil die Stadt Marl den Vater zwang, das Haus weit unter Wert zu verkaufen. Aufgrund der Bedrohung flüchteten der Vater und der ältere Bruder nach Belgien. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Rolf als 14-jähriger zur Zwangsarbeit in einer Schwefelgrube verpflichtet. Der Heranwachsende musste eine schwere und gefährliche Arbeit verrichten. 1940 starb der jüngere Bruder im Alter von nur sieben Jahren an Diphterie. Eine angemessene medizinische Versorgung hätte den Tod wohl verhindern können, Juden hatten aber keinerlei Anspruch darauf.

Im Januar 1942 bekamen die Mutter und der mittlerweile 16-jährige Sohn die Aufforderung sich für Zwangsarbeit „im Osten“ bereit zu halten. Über Gelsenkirchen ging es nach Dortmund und von dort startete bei bitterer Kälte der Deportationszug nach Riga. Fast zur gleichen Zeit wurde auch Frida Levy von Berlin aus nach Riga verbracht. Über den Transport aus dem Ruhrgebiet sagte Rolf Abrahamsohn bereits bei seinem ersten Besuch vor sechs Jahren: „Unser Transport nach Riga im Januar 1942 war der letzte, bei dem die Mehrheit der Juden noch lebend im Ghetto ankam.“ Während aus dem Berliner Zug viele Juden entweder bei der extremen Kälte und an Hunger starben oder direkt nach ihrer Ankunft in einem nahegelegenen Waldstück von Erschießungskommandos umgebracht wurden, kamen die arbeitsfähigen Juden aus dem Ruhrgebiet zur Zwangsarbeit in das Ghetto Riga. Sie fanden in den Häusern noch die Speisereste und Teile der Wohnungseinrichtung von lettischen Juden, die hier vorher gewohnt hatten und dann ermordet worden waren. Mehr als zwei Jahre verbrachte Rolf Abrahamsohn im Ghetto Riga bzw. in einem in der Nähe liegenden anderen Konzentrationslager. Er konnte manchmal Kontakt zu seiner Mutter aufnehmen, die ebenfalls unter den unmenschlichen Arbeits- und Wohnbedingungen litt. Um Weihnachten 1943 konnte Rolf seiner Mutter noch Brot schenken. Es war das letzte Mal, dass er seine Mutter sah. Wenige Wochen später wurde der für ihn liebste und wichtigste Mensch von den Nazis erschossen, weil sie als nicht mehr arbeitsfähig galt. Nur durch Zureden und Hilfe von Mitgefangenen ließ sich der 18-jährige vom Selbstmord abbringen.

Bis Kriegsende dauerte die Odyssee des Rolf Abrahamsohn: über verschiedene Stationen wurde er in andere Konzentrations- und Arbeitslager gebracht. So musste er noch einige Monate in einem Industriewerk in Bochum arbeiten. Die SS schikanierte auch hier die wenigen noch überlebenden Juden. Dazu kam die ständige Bedrohung bei Bombenangriffen durch die Alliierten, denen die Häftlinge ohne jeglichen Schutz ausgesetzt waren. Am 8. Mai 1945 mit Kriegsende befreite die sowjetische Armee das Konzentrationslager Theresienstadt. Rolf Abrahamsohn hatte als einer von ganz wenigen Opfern die Deportation überlebt.

Nach dem Krieg erfuhr er, dass sein älterer Bruder und sein Vater in Auschwitz ermordet worden waren. Als einziger Überlebender seiner Familie versuchte er zunächst nach Amerika bzw. nach Palästina auszuwandern. Diese Pläne zerschlugen sich in den nächsten Jahren. 1953 heiratete er und blieb letztendlich in seiner Heimatstadt. Er eröffnete wieder ein Textilgeschäft. Zusammen mit den wenigen Juden, die noch in der Umgebung wohnten, engagierte er sich in den folgenden Jahrzehnten in der jüdischen Gemeindearbeit in Bochum bzw. in Recklinghausen. Über 14 Jahre leitete er die Synagogengemeinde.

Wie an unserer Schule hielt Rolf Abrahamsohn in vielen Schulen Vorträge, obwohl es ihm vor allem in den letzten Jahren immer schwerer fiel. Die eigene Geschichte ließ ihn nicht los und bedrängte ihn. Er kann einfach nicht vergessen und gesteht, dass er einige Tage vor solchen Veranstaltungen schlecht schläft. Warum stellt er sich dennoch auch im hohen Alter immer wieder dieser Aufgabe? Ein befreundeter Rabbiner hatte ihn einmal zur Seite genommen und gesagt: „Rolf, du kannst alles aufgeben, aber wenn Schüler dich suchen und rufen, dann geh hin! Wenn du nur einen überzeugst, dass der Nationalsozialismus nicht so gut ist wie die Demokratie, dann hast du viel erreicht.“

Der Literaturkurs des 12. Jahrgangs hatte in den Wochen vor dem Besuch von Rolf Abrahamsohn unter der Leitung von Frau Kleine-Frauns-Niehues zwei Theaterszenen eingeübt, die sich auf markante Stellen und Lebensabschnitte unseres Gastes in künstlerischer Form beziehen.

In der ersten Szene wurde gezeigt, wie der jüdischen Schülerin Hanna, die sich zuerst gleichberechtigt im Kreise ihrer Mitschülerinnen bewegt, von der Lehrerin vor der gesamten Klasse mitgeteilt wird, dass sie die Schule verlassen müsse. Bis auf eine Mitschülerin gehen alle anderen vorsichtig auf Distanz. Diese Mitschülerin traut sich zu fragen, warum Hanna die Schule verlassen muss. Die Lehrerin verweist auf Hannas jüdische Herkunft und darauf, dass „der Führer weiß, was richtig ist“. Sie fordert die Schülerinnen auf, sich aufzustellen. Bis auf Hanna, die in eine Ecke geht, und die Mitschülerin, die sich abseits hält, stellen sich alle nebeneinander auf. Dann ruft die Lehrerin „Heil, Hitler“ und die Schülerinnen grüßen mit dem NS-Spruch zurück. Hanna bleibt dann noch einen Augenblick allein auf der Bühne, bevor sie abtritt.

Die zweite Theaterszene lehnt sich inhaltlich eng an die Benachrichtigungen an, die die zur Deportation vorgesehenen Juden wenige Tage vor ihrem Abtransport erhielten. Die Schauspieler tragen Mäntel, es steht Gepäck auf der Bühne: Jüdische Menschen müssen sich zum Transport sammeln. Währenddessen wird über Lautsprecher mitgeteilt, was die Teilnehmer mitnehmen sollen und was sie nicht mitnehmen dürfen. Ein Kind spielt auf dem Boden sitzend mit einem Kreisel. Alle machen sich fertig, nur das Kind reagiert nicht. Erst ganz zum Schluss, nachdem das Kind den Kreisel aufgepumpt hat und der Kreisel sich dreht, wird das Kind auch mitgenommen. Die Gruppe verlässt die Bühne, der Kreisel dreht sich immer noch…

Auch wenn unser Gast nicht ausdrücklich auf diese beiden Szenen einging, so haben und hatten sie ein eigenes Gewicht. Die eindrucksvolle Darstellung ermöglichte einen besonderen, einen andersartigen Blick auf die Brutalität, die die Juden in der NS-Zeit erlitten. Ein ganz besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses. Die Bilder (von Manfred Schmelzer) vermitteln einen guten Eindruck.

Das Ende der Veranstaltung: Großer und lang anhaltender Applaus für unseren Gast. Der Moderator überreicht ihm eine Urkunde. Für das gespendete Geld werden im „Abrahamsohn-Hain“ in Israel vier Bäume gepflanzt, für Vater, Mutter und die beiden Brüder. Der Schulleiter und die Schülersprecherin Mira bedankten sich auf das herzlichste für den Vortrag. Medina organisiert den Verkauf einiger Exemplare des Buches: Rolf Abrahamsohn. „Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist?“ (Klartext-Verlag, Redaktion: Norbert Reichling und Ingrid Wölk)

Zum Schluss ein Wort in eigener Sache: seit 25 Jahren arbeite ich an der Gesamtschule Essen-Mitte, die seit 2001 den Namen Frida-Levy-Gesamtschule trägt. Ich habe einige ähnliche Vorträge organisiert. Dennoch war mir ein wenig bang vor dieser Veranstaltung: ein alter Mann, ein Jude spricht vor weit mehr als dreihundert Jugendlichen! Wie werden die jungen Menschen reagieren? Verhalten sie sich respektvoll? Sind sie interessiert? Gehen die Gedanken nicht schon in die Ferien? Wie gehen wir mit Unruhe um? Alle Nervosität fiel im Laufe dieser neunzig Minuten von mir ab. Unsere Schülerinnen und Schüler waren so konzentriert, so an Rolf Abrahamsohn und seiner Geschichte interessiert, dass ich mich nur mit unserem Gast bedanken kann, der am Abend in einem Telefongespräch sagte: „Jetzt habe ich gut geschlafen. Sie haben eine gute Schule, die Schüler sind gut erzogen. Es hat sich gelohnt, an Ihre Schule zu kommen.“

Ganz zum Schluss noch einige Auszüge aus den schriftlichen Rückmeldungen unserer Schüler:

Hallo lieber Herr Abrahamsohn,

ich danke Ihnen für Ihren Auftritt in unserer Schulaula. Ich habe viele Informationen mitgenommen und war sehr begeistert davon, wie gelassen und mit welchem Humor Sie über Ihr erlebtes Leben gesprochen haben.

Danke für Ihre Zeit. Liebe Grüße

 

Lieber Herr Abrahamsohn,

vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben, um uns von Ihrem Leben zu erzählen. Ich fand es sehr interessant, da ich das erste Mal das alles erzählt bekommen habe von jemandem, der es wirklich miterlebt hat.

Vielen Dank. MfG

 

Sehr geehrter Herr Abrahamsohn,

ich habe Ihr Buch bei Ihrem Besuch erworben und war von Ihrem Leben zutiefst berührt. Ich bedanke mich, dass ich an Ihrem Leben teilhaben durfte. Ich wünsche Ihnen für Ihr Leben alles Gute der Welt und dass Sie lange gesund bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

 

Sehr geehrter Herr Abrahamsohn,

Ihre Rede an unserer Schule war eine große Bereicherung für uns alle. Dementsprechend möchte ich Ihnen meinen großen Respekt vor Ihnen aussprechen. Als Sohn einer Flüchtlingsfamilie kenne ich das Gefühl, wie schwer es ist, über die eigene Vergangenheit zu sprechen. Sie sind nicht nur ein Zeitzeuge, sondern auch ein Beweis dafür, dass solche Hassparolen und solche Morde nichts mehr in unserer Gesellschaft zu suchen haben. Mit Ihrer Rede haben Sie auch einen großen Beitrag dazu geleistet. Danke.

Herzlich

 

Sehr geehrter Herr Abrahamsohn,

ich wollte mich noch einmal recht herzlich bei Ihnen bedanken.

Ihr Vortrag in unserer Aula hat mich sehr berührt. Ich bin dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Was mich besonders berührt hat, war Ihr Satz: „Ich hoffe, Ihr denkt nicht auch, dass ich so schlecht bin.“

Es ist grausam, was damals passiert ist und durch Ihre Erzählungen wurde es mir besonders deutlich.

Schön dass Sie bei uns zu Besuch waren. Ich wünsche Ihnen noch viel Glück und Gesundheit.

 

Ludger Hülskemper-Niemann

 

 

Giahn Miro erhält “Young Women in Public Affairs Award“

 

Giahn Miro, unsere Schülersprecherin aus dem 13. Jahrgang, außerdem zusammen mit mir noch Ansprechpartner(in) unserer Schule für “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”, wurde am 18.03.2013 vom Zonta Club Essen I mit dem "Young Women in Public Affairs Award" ausgezeichnet. "Zonta International ist ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen, die sich dafür einsetzen, die Lebenssituation von Frauen im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern" (siehe http://zonta-essen-1.de/node/4 ). Auf der Website des Clubs http://zonta-essen-1.de/node/92 heißt es zu dem Preis, der nun wieder verliehen wird: "Seit 1992 vergibt Zonta International den "Young Women in Public Affairs Award". Er richtet sich an Schülerinnen der Oberstufe in weiterführenden und berufsbildenden Schulen, die sich für die Schülergemeinschaft engagieren oder eine sonstige ehrenamtliche Tätigkeit ausüben."


Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten von Giahn ist sehr lang: Seit über vier Jahren arbeitet sie überaus aktiv und erfolgreich für die FRIDA-SV (http://www.frida-levy-gesamtschule.de/unsere-schule/schülervertretung/). Großes Engagement zeichnet auch ihre Arbeit für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus. Seit der Mitgliedschaft unserer Schule ist sie zusammen mit mir als Ansprechpartnerin für das bundesweite Netzwerk außerordentlich aktiv. Außerdem gibt sie jüngeren Schülern Nachhilfe und hilft in ihrer Freizeit Menschen mit Sprachproblemen bei Behördengängen und Arztbesuchen.


Als ihre Eltern als politisch-religiöse Flüchtlinge aus dem Nordirak nach Deutschland kamen, war Giahn fünf Jahre alt. Seither verfolgte sie aufmerksam die Entwicklung ihres Landes. Die Frauenrechte liegen ihr dabei besonders am Herzen. Dabei findet sie es besonders wichtig, dass Frauen freien Zugang zu Bildung bekommen.


Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Giahns großes Engagement so gewürdigt worden ist. Ich bin dankbar dafür, dass ich seit einigen Jahren als SV-Lehrer und als Ansprechpartner für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit ihr zusammenarbeiten darf und bedanke mich für ihre stets freundliche und kooperative Art und ihr beherztes Eintreten gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt.

 

Jürko Ufert
SV-Lehrer & Ansprechpartner für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
 
Auf “DerWesten.de” wurde über die Verleihung des Preises an Giahn berichtet: http://www.derwesten.de/staedte/essen/multitalent-der-guten-taten-aimp-id7740829.html

Teilnahme am LandesschülerInnentreffen 2013

Am 15.02.13 machten sich Ayoub, Rabea, Lasse und Begüm auf den Weg zum LandesschülerInnentreffen in Hattingen. Im Rahmen der Mitgliedschaft unserer Schule bei "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nahmen Schüler(innen) unserer FRIDA zum zweiten Mal an diesem Seminar teil. Sie wurden sehr herzlich aufgenommen und durften sich nach Interesse Workshops aussuchen und entschieden sich dabei für folgende: 1) „Lukas und Ayse- (K)eine Chance ?“ Dabei ging es um die Auseinandersetzung mit Islam und Christentum, um gegenseitige Vorurteile und Missverständnisse. Wichtig war dabei die Unterscheidung zwischen der Religion Islam und der radikalen politischen Auslegung des Korans im Islamismus. 2) „Anti-Mobbing-Workshop“ Dort wurde über die Gestaltungsmöglichkeiten einer Anti-Mobbing-AG informiert. Es wird an der Planung und Einführung einer Anti-Mobbing-AG an unserer Schule gearbeitet.
3) "SV-Arbeit weiterentwickeln" In diesem Workshop ging es um die Weiterentwicklung und Sicherung von der SV-Arbeit.
Wir danken Ayoub, Rabea, Lasse und Begüm für die engagierte Teilnahme am Seminar und freuen uns auf die Aktionen und Projekte, die daraus noch entstehen werden.

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Seminar „Vorurteile, Schubladendenken und Migrationsbiographien“

Am 12.12.2012 fand in der Aula des Gebäudes Varnhorststraße eine ganztägige Fortbildung mit unserem ehemaligen Sozialpädagogen Herrn Huober für die FRIDA-SV zum Themenbereich „Vorurteile, Schubladendenken und Migrationsbiographien“ statt. 24 Schüler(innen), die aktiv an einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mitarbeiten, waren engagiert mit dabei, als es um die theoretische Auseinandersetzung mit den Themen und die praktische Umsetzung der gewonnen Erkenntnisse bei der Planung möglicher Projekte gegen Diskriminierung und Rassismus ging. Wir bedanken uns bei Herrn Huober für die informative und gewinnbringende Fortbildung und freuen uns auf die nächste Fortbildung und die weitere Zusammenarbeit mit ihm! 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Urkunde für Engagement gegen Rassismus und für Toleranz

Eine Aktion, die uns besonders am Herzen liegt: Um zu verdeutlichen, worauf es beim Kampf gegen Intoleranz und Gewalt unserer Meinung nach ankommt, haben wir eine Urkunde entwickelt, mit der in Zukunft Schüler(innen) geehrt werden, die uns durch ihr couragiertes Eintreten für Toleranz und friedliches Miteinander ein Beispiel geben. Die erste Auszeichnung erhielt Adriano Weiß aus der Klasse 5a, der einen Mitschüler trotz eines Handicaps (Gipsarm) gegen die Angriffe von mehreren Mitschülern verteidigte. Wir meinen, dass er sich damit im Sinne von Frida Levy und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vorbildlich gegen Gewalt, Diskriminierung und Intoleranz engagiert und beispielhaft für Gewaltfreiheit, soziales Miteinander und Toleranz eingesetzt hat. Es wäre schön, wenn sich viele genau so verhalten würden. Wenn ihr meint, dass eine/r eurer Mitschüler/innen diese Auszeichnung auch verdient hat, dann wendet euch bitte an uns.


Gegen Rassismus hilft nur aktives Engagement! Wer denkt, er müsse nichts tun, weil er selbst kein Rassist ist, der irrt: Er muss konstruktiv gegen Rassismus und Diskriminierung kämpfen, wenn er ihn verhindern will. Wer glaubt, dass andere schon automatisch für ein friedliches Miteinander sorgen werden, der irrt. Will man in einer Gesellschaft leben, in der Menschen friedlich und menschlich miteinander umgehen, dann muss man dazu seinen Beitrag leisten!

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

SoR-SmC-Projekte werden gelobt

Im Sonderrundbrief der Landeskoordination von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" werden die Projekte an der Frida für die Antirassimus- und Antidiskriminierungsarbeit als Aktionsideen empfohlen. Außerdem wird die Dokumentation auf unserer Schulhomepage verlinkt (siehe Seite 4). Wir freuen über die Anerkennung für unsere Arbeit!

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

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Engagement beim Weltfriedenstag 2012

Aus Anlass des Weltfriedenstages der UNO am 21.09.2012 fand in der Essener Fußgängerzone ein Aktionstag zum Thema Frieden und Völkerverständigung statt. Die SV gestaltete den Tag aktiv mit, indem sie - zusammen mit der Schülersprecherin Giahn Miro und dem SV-Lehrer Herrn Ufert - eine Bild- und Text-Dokumentation der Antirassismus-Arbeit an der Frida-Levy-Gesamtschule erstellten, die am Weltfriedenstag auf zwei großen Stellwänden zu betrachten war. Sie dokumentierte unser Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung in vielen Aktionen und Projekten für eine Schulkultur der Gewaltfreiheit (Frida-Levy-Tag, Rap-Contest, Willkommensschilder-Aktion, Teilnahme am LandesschülerInnentreffen, Aufruf zur Schweigeminute, Beschäftigung mit dem Antirassismusbericht, Sponsorenlauf für Japan etc.). Unser Stand war gut besucht und unsere Arbeit wurde gelobt! Außerdem beteiligte sich die Klasse 9f unter Anleitung der Kunstlehrerin Frau Hoeller, indem sie ein 2x3 m „Friedensbanner“ gestaltete. Auf das Banner malten die Schüler(innen) verschiedene Symbole, die für Frieden symbolisieren (z.B. eine weiße Taube, Regenbogen, Blume). Der Gk Musik des 12. Jahrgangs von Frau Griep war auch mit dabei. Unter dem Motto „Musik, Macht und Politik“ präsentierte er  Songs wie „We are the world“, „Imagine“ und „Schrei nach Liebe“.Die Teilnahme an diesem Aktionstag hat uns großen Spaß gemacht und wir würden uns sehr freuen, beim nächsten Friedensfest wieder mit dabei sein zu dürfen.

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

 

Stolperstein für Frida Levy in Berlin

27. Juli 2012, ein warmer Sommertag, als wir zur Xantener Straße 20 ganz in der Nähe des Kurfürstendamms im Stadtteil Wilmersdorf kommen. Ganz im Gegensatz zum 25. Januar 1942, als Frida Levy nach Riga deportiert wurde. – Wir waren hier, um der Stolpersteinlegung vor dem Haus ihrer letzten Wohnung beizuwohnen und ihrer zu gedenken.

 

Wer sind wir? Auf dem Foto von rechts nach links: Ludger Hülskemper-Niemann, der ihre Biografie geschrieben hat, Ingeborg Glöckner, langjährige Kollegin unserer Schule, Barbara Schieb, Leiterin der Gedenkstätte „Stille Helden“ an den Hackeschen Höfen, Rolf Glöckner, nicht auf dem Foto: Martin Kuhna, Schulpflegschaftsvorsitzender und Walter Kern, ebenfalls Kollege der Frida-Levy-Gesamtschule. Wir standen auf dem Bürgersteig. Gunter Demnig, der Erfinder der Stolpersteine, legte mit einem Gehilfen den neuen Stein ins Pflaster. Im Hauseingang standen die jetzigen Bewohner der ersten Etage, der Wohnung, in der Frida Levy lebte. Sie luden uns spontan ein, ihre Wohnung zu kommen. Wir fuhren mit dem alten Aufzug hoch und gingen durch „ihre Räume“, der alte Stuck an den Decken, natürlich frisch überarbeitet, schaute auf uns herab.

Hierhin war sie 1939 gar nicht ganz freiwillig gezogen, in den Häusern dieser Gegend wurden damals schon jüdische Menschen in Judenhäusern konzentriert. Frida Levy hatte in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft schon einen langen Weg der Verfolgung hinter sich: Aus dem Essener Südviertel, Moltkestraße 28, vertrieben, ihr Mann und ihre beiden Söhne eine Zeit lang im Essener Polizeigefängnis, wohnte sie dann in Wuppertal bei Verwandten, bis Fritz Levy 1936 starb. Da waren Berthold und Robert und die jüngste Tochter Susanne schon ins Ausland geflohen. Frida Levy zog nach Berlin-Charlottenburg in die Wohnung ihrer ältesten Tochter Hanna und ihres Mannes, Walter Herz. Doch beide wurden noch im selben Jahr wegen ihrer Mitarbeit in einer Widerstandsgruppe verhaftet. Nun blieb sie allein und setzte alles daran, diese im Zuchthaus zu unterstützen und für ihre Ausreise zu sorgen. Doch nur Hanna konnte noch im Sommer 1939 nach Schweden entkommen, Walter kam nach dem Ende der Haft in Konzentrationslager und wurde Ende 1942 umgebracht.

 

Zu diesem Zeitpunkt war Frida Levy schon tot. Wie und wo sie genau ermordet wurde, wissen wir nicht. Aber einiges ist bekannt: Ende Dezember 1941 erhielt sie den Deportationsbefehl. Sie kämpfte mit dem Gedanken an Selbstmord, aber entschied sich bis zum Schluss für Walter, ihren Schwiegersohn, im Gefängnis zu sorgen, eine Bekannte zu finden, die weiter Briefe und Päckchen für ihn organisierte. Sie selbst wurde am 23. Januar 1942 abgeholt, kam in die Synagoge an der Levetzowstraße, die nun als Sammellager diente. Hier wurde sie ausgeplündert bis auf einen letzten Koffer. Zwei Tage später ging der Deportationszug mit ca. 1000 älteren jüdischen Menschen von Berlin-Grunewald ab. Es war bitterkalt und in den ungeheizten Güterwagen sind viele Menschen während der fünftägigen Fahrt erfroren. Bei der Ankunft Skirotowa, einem Vorortbahnhof von Riga, wurden die Überlebenden im Lastwagen in die nahgelegenen Wälder gefahren, dort erschossen und in Massengräbern verscharrt.

Hier in ihrer letzten Wohnung und vor diesem Haus gehen uns all diese furchtbaren Geschehnisse durch den Kopf. Wir denken aber auch an Frida Levy als aktive Mutter von vier Kindern, als Kämpferin in der Frauenrechtsbewegung und als junge Frau, die mit ihrem ebenfalls jüdischen Mann nach Essen gezogen war, um sich hier eine Existenz aufzubauen. Ihre Kinder haben überlebt, ihre Enkel und Urenkel leben in Israel und in Schweden, einige haben schon unsere Schule besucht.

Walter Kern

 

 

Stolpersteine
Stolpersteine

Zeitungsbeitrag zum Stolperstein für Frida Levy in Berlin auf “Der Westen.de”:

 

http://www.derwesten.de/staedte/essen/ein-stolperstein-als-spaete-ehrung-fuer-essener-holocaust-opfer-frida-levy-id6981075.html

FLG-Jahresbericht 2011 für „Schule ohne Rassismus“ veröffentlicht

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Frida,

seit dem 22.12.2010 trägt unsere Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Frida-SV hat damals einen großen Beitrag dazu geleistet, über Monate für dieses Projekt geworben, Gespräche geführt und Unterschriften gesammelt. Und dadurch ist es zum Projekt für die ganze Schule geworden. Aber auch schon vorher war das Klima an unserer Schule gemäß unserer Namenspatronin Frida Levy von Toleranz, Aufklärung und sozialem Engagement geprägt. Dieses Engagement gehört also schon immer zum Selbstverständnis unserer Schule: Die dauerhafte Beschäftigung mit den Überzeugungen und dem Leben unserer Namenspatronin, das soziale Engagement an Projekttagen, die Studienfahrten nach Riga und Berlin, und . . . und . . . und. Insofern war der Beitritt zum Netzwerk  “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“  die logische Fortsetzung unserer Arbeit für Toleranz und gegen Intoleranz. Dass wir den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“  als eine Selbstverpflichtung für Gegenwart und Zukunft verstehen, davon zeugt der hier nun vorliegende Jahresbericht 2011: Er dokumentiert unser Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung in regelmäßigen und einmaligen Aktionen und Projekten für eine Schulkultur der Gewaltfreiheit: Frida-Levy-Tag, Rap-Contest zum Thema „Frida Levy mit Courage in die Zukunft!“, Willkommensschilder-Aktion, Teilnahme beim LandesschülerInnentreffen, Aufruf zur Schweigeminute, Beschäftigung mit dem Antirassismusbericht, Aids-/Südafrikaprojekt, Sponsorenlauf für Japan, Kunstprojekte, Schüleraustauschprojekte und noch einiges mehr.
Allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrern und allen Eltern ein herzliches Dankeschön für ihre engagierten Textbeiträge und die anschaulichen Fotos, die dafür sorgen, dass der Jahresbericht eine solch umfassende Dokumentation unserer Arbeit geworden ist. Wieder einmal bewiesen alle Freundinnen und Freunde der Frida ein hohes Maß an Spontaneität, Engagement, Kooperation und Gemeinschaftsgefühl.

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Jahresbericht 2011: Schule ohne Rassismus
FLG_SoR-SmC_Bericht2011.pdf
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Arbeit für „SoR-SmC“ an der Frida wird gelobt

Im aktuellen Rundbrief der Landeskoordination von “SoR-SmC” wird im Rahmen des Berichts über das letzte Landestreffen in Hattingen auf Seite 4 die Antirassismus-Arbeit an der Frida-Levy-Gesamtschule und deren Dokumentation auf der Schulhomepage gelobt.

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

rundbrief+sor+1203.pdf
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Vorstellung des Antisemitismusberichts 2012

Am 29.2.2012 waren wir bei der Vorstellung von "Der Antisemitismusbericht 2012 - Ergebnisse und Erkenntnisse“ im Dortmunder Rathaus. Die Referentin Dr. Julia Wetzel ist Koordinatorin des unabhängigen Expertenkreises der Bundesregierung und Wissenschaftlerin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie präsentierte die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse des Berichtes. Es wurden u.a. die Erscheinungsformen des Antisemitismus thematisiert sowie die Ausprägung im Kontext von Rechtsextremismus.

 

 Ebenso gibt der Bericht Aufschluss über den Gebrauch von antisemitischen Stereotypen in deutschen und ausländischen Medien. Im Anschluss an den Vortrag stellte sich die Referentin den Fragen der Zuhörer(innen). Im Netz kann man den Bericht hier lesen bzw. downloaden.

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

Aufruf zur Schweigeminute

Am Donnerstag, den 23. Februar 2012, fand in Berlin ein zentraler Gedenk-Akt für die Opfer der neonazistischen Mordserie statt. Die FLG ist dem Aufruf der Bundeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und viele anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen gefolgt, an diesem Tag in geeigneter Form der Opfer zu gedenken und damit ein deutliches Zeichen der Verurteilung neonazistischen Terrors zu setzen.

Deshalb rief unsere Schülersprecherin Giahn Miro um 12.00 Uhr per Durchsage zu einer Schweigeminute für die Opfer der rechtsextremistischen Gewalt auf um damit im stillen Gedenken an die Opfer ein kraftvolles Zeichen setzen: „ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden, ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt, ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands.“

 

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

SoR-SmC-Seminar in Hattingen

Giahn, Kazin, Raoul und Lasse nahmen als Vertreter(innen) unserer Schule im Rahmen der Mitgliedschaft der Frida-Levy-Gesamtschule bei „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am LandesschülerInnentreffen im DGB-Jugendbildungszentrum in Hattingen teil. Es waren ungefähr 120 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW mit dabei. Es wurden Workshops  wie „Lukas und Ayse – keine Chance?!“ und „Rechtsextremismus aktuell“ angeboten. Viele Schulen stellten ihre Projekte vor, die sie in den letzten Jahren im Rahmen ihrer Mitgliedschaft an dem bundesweiten Netzwerk zu verschiedenen Themen auf die Beine gestellt hatten. Es war sehr inspirierend zu sehen, was andere Schulen bereits geleistet haben. Verstärkt wurden auch Themen wie das Massaker in Norwegen, die Morde der NSU und das mögliche Verbot der NPD behandelt. Die spannenden Diskussionen gingen teilweise noch beim Abendessen weiter. Am Abend war aber auch Disko und Freizeit angesagt. Den FRIDA-SVlern hat das LandesschülerInnentreffen sehr gut gefallen und sie würden sehr gerne wieder daran teilnehmen! Die Frida-SV geht mit Courage in die Zukunft: Wir tun was für eine „Schule ohne Rassismus“!

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

„Willkommensschilder“-Projekt

Um unsere Mitgliedschaft im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auch künstlerisch sichtbar zu machen, wurde im Rahmen unseres 25jährigen Schuljubiläums mit dem Motto „Frida Levy – mit Courage in die Zukunft“, eine Aktion gestartet, mit der auch gleichzeitig das Gebäude Hofterbergstraße verschönert wurde. Dort hängt im Eingangsbereich die Schwarz-Weiß-Reproduktion eines großen Gemäldes von Frida Levy. Da unsere Namenspatronin für Toleranz, Aufklärung und soziales Engagement steht, hängen daneben jetzt zwei große Leinwände, die mit Willkommensgrüßen in den Sprachen der Herkunftsländer unserer Schüler(innen) versehen sind. Die künstlerische Federführung übernahm dabei die Kunstlehrerin Frau Bünten. Passend zur Einschulung der neuen Fünfer hingen unsere Kunstwerke und so konnten die „Neuen“ farbenfroh und vielsprachig begrüßt werden. In dieser Gleichberechtigung der Sprachen sehen wir auch einen Beitrag zu einer Schule ohne Rassimus – Schule mit Courage.

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

Rap Contest zum Thema Mobbing

Um unsere Mitgliedschaft im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auch künstlerisch sichtbar zu machen, wurde im Rahmen unseres 25jährigen Schuljubiläums mit dem Motto „Frida Levy – mit Courage in die Zukunft“, eine Aktion gestartet, mit der auch gleichzeitig das Gebäude Hofterbergstraße verschönert wurde. Dort hängt im Eingangsbereich die Schwarz-Weiß-Reproduktion eines großen Gemäldes von Frida Levy. Da unsere Namenspatronin für Toleranz, Aufklärung und soziales Engagement steht, hängen daneben jetzt zwei große Leinwände, die mit Willkommensgrüßen in den Sprachen der Herkunftsländer unserer Schüler(innen) versehen sind. Die künstlerische Federführung übernahm dabei die Kunstlehrerin Frau Bünten. Passend zur Einschulung der neuen Fünfer hingen unsere Kunstwerke und so konnten die „Neuen“ farbenfroh und vielsprachig begrüßt werden. In dieser Gleichberechtigung der Sprachen sehen wir auch einen Beitrag zu einer Schule ohne Rassimus – Schule mit Courage.

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“


 

Das Motto unseres 25jährigen Schuljubiläums am Ende des Schuljahres 2010/11 stand schnell fest: „Frida Levy – mit Courage in die Zukunft!“ Zu diesem Thema hat die FRIDA-SV einen fächerübergreifenden Rap Contest für alle Jahrgangsstufen und ausgeschrieben. Neben Rap-Texten konnten auch Gedichte oder Kurzgeschichten zum Thema verfasst und eingereicht werden. Alle Klassenlehrerteams, Musik- und GL-KollegInnen waren aufgerufen, sich mit ihren Gruppen und Klassen an dem Projekt zu beteiligen. Ziemlich schnell kristallisierte sich heraus, dass Mobbing das Thema war, das die Schülerinnen und Schüler am meisten beschäftigt. Zum Teil hatte die Jury, die sich aus SV-Mitgliedern und MusikkollegInnen zusammensetze, den Eindruck, dass auch eigene Erfahrungen darin zum Ausdruck kamen. Das macht besonders deutlich, wie wichtig unser Engagement für eine Schule vor allem mit Courage ist. Die Gewinner(innen) wurden im Rahmen der FRIDA-SV-Stufenversammlung in der Mensa Varnhorststraße mit Urkunden und Preisen geehrt.

Giahn Miro (Schülersprecherin) & Jürko Ufert (SV-Lehrer)
Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule
für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

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Rap G.pdf
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Raptext H.pdf
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Urkunde Rapcontest erster Platz.pdf
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Urkunde Rapcontest zweiter Platz.pdf
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Urkunde Rapcontest dritter Platz.pdf
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FLG wird "Schule ohne Rassimus"

 

Wir sind es! Das Engagement der FRIDA-SV ist belohnt worden: Über Monate haben die Schülerinnen und Schüler der Schülervertretung der Frida-Levy-Gesamtschule für ihr Anliegen und schließlich für die die Sache aller geworben, haben Gespräche geführt und Unterschriften gesammelt. Nun ist es soweit: Die Frida-Levy-Gesamtschule ist Teil des bundesweiten Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit ihrer Unterschrift haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Handlungsgrundsätze des Projektes unterzeichnet.

 

Sie haben sich vielmehr auch auf eine Schulkultur der Gewaltfreiheit verpflichtet und darauf, sich in regelmäßigen Aktionen und Projekten gegen alle Formen von Diskriminierung zu stellen. Sie werden aktiv gegen Rassismus vorgehen und wollen auf diese Weise einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten. Die Ansprechpartner der Frida-Levy-Gesamtschule für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind die Schülersprecherin Giahn Miro und SV-Lehrer Jürko Ufert.

 

Im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, den 22. Dezember verlieh Sevgi Kahraman-Brust als Verteterin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Frida-Levy-Gesamtschule die Ernennungsurkunde und die Projektschilder, die die Verpflichtung der Frida-Levy-Gesamtschule zu Solidarität und ihr Bekenntnis gegen Diskriminierung weithin sichtbar machen werden. Mit dabei war der Projekt-Pate Uwe Lyko alias Herbert Knebel. Die Schülerinnen und Schüler der Frida-Levy-Gesamtschule sorgten für ein abwechslungsreiches und vielfältiges, künstlerisches und musikalisches Rahmenprogramm.

 

derwesten.de (WAZ NewMedia)
derwesten.de (WAZ NewMedia)

 

Die WAZ berichtete in der Ausgabe vom 23.12.2010. Hier ein Link zu dem Bericht auf derwesten.de.

 

 

 

Reden zum Festakt

Rede des SV-Lehrers Herrn Ufert
SV-L SoR-SmC-Rede_Ufert.pdf
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Rede des stellv. Schulleiters Herrn Zimmermann
SL SoR-SmC-Rede_Zimmermann.pdf
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Rede der Schulpflegschaftsvorsitzenden Frau Schütte
Eltern SoR-SmC-Rede_Schuette.pdf
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Rede der SV-Schülerinnen Giahn und Aline
SV SoR-SmC-Rede_GiahnAline _2_.pdf
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Rap-AG: SkArpion (Abed Eid)

 

Im Rahmen der Rap-AG an der Frida-Levy GE entstand der Track "Drei Fakten des Lebens" von Abed Eid aka SkArpion (Klasse 10e). Dieser wurde noch im letzten Jahr aufgenommen und im Rahmen der Feierstunde zur Aufnahme unserer Schule in das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" das erste Mal live performt. Bei der Liveperformance wurde Abed Eid zusätzlich von Mohamed Belaoun (10e) und Rando Yousif (10e) unterstützt.

Hier gibt es nun für Interessierte den Track und den Text zum runterladen.

 

Track: Drei Fakten des Lebens

Rap und Text: SkArpion (Abed Eid, Klasse 10e)

Beat: Arlendus (Arlend Huober)

Jahr: 2010

SkArpion - Drei Fakten des Lebens
MP3-Track
Rap und Text: Abed Eid; Beat: Arlend Huober
SkArpion_Drei Fakten des Lebens.mp3
MP3 Audio Datei 4.8 MB
SkArpion - Drei Fakten des Lebens
Text
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FRIDA-SV demonstriert bei "Katernberg stellt sich quer"

Am Freitag, den 26. März 2010, machte die rechtsextreme Partei „pro NRW“ anlässlich ihres „islamkritischen Aktionswochenendes“ Station vor der Ditib-Fatih-Moschee in Katernberg. Unter dem Motto „Katernberg stellt sich quer“ stellte sich ein breites Bündnis dieser Aktion mit einer Gegendemonstration entgegen. Mit dabei waren die SchülerInnen der FRIDA-SV. Vom Katernberger Markt zogen sie zusammen mit allen Gegendemonstranten weiter zur katholischen Kirche, bevor sie die Kreuzung Zollvereinstraße/Katernberger Straße erreichten, wo dann eine Kundgebung stattfand. Rechtsextreme Parteien wie "pro NRW" verdeutlichen, wie wichtig es ist, nicht nur aus der Vergangenheit zu lernen, sondern sich in der Gegenwart gegen Rassismus und Diskriminierung für eine tolerante Gesellschaft in der Zukunft zu engagieren!