Neue Auflage der Frida Levy-Biografie erschienen

Die im Jahre 2001 veröffentlichte Biografie zu Frida Levy ist seit längerer Zeit vergriffen. Die Schule hatte keine Möglichkeit mehr, neuen Schülern, Freunden und Förderern unserer Schule und anderen interessierten Menschen die damals erschienene Festschrift zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe von etlichen kleinen und größeren Spenden und Aktionen gelang es uns, einen nennenswerten Betrag für den Neudruck zu bekommen.

 

Ludger Hülskemper-Niemann, Autor der "Geschichte der Frida Levy, geb. Stern" konnte in den letzten fünf Jahren in bundesdeutschen und schwedischen Archiven neues wichtiges Material zu Frida Levy ausfindig machen. Diese Quellen geben erschütternde Einblicke in den Alltag der von den Nationalsozialisten verfolgten Juden. Frida Levy, deren Tochter und Schwiegersohn aus politischen Gründen im Zuchthaus waren, kümmerte sich in den Jahren nach 1936 darum, für ihre Kinder eine Brücke zur Außenwelt zu sein und versuchte alles, um ihnen eine Ausreisemöglichkeit zu ermöglichen. Sie konnte ihre Tochter Hanna retten. Ihr Schwiegersohn Walter Herz hingegen wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Sein Schicksal wird durch die neune Quellen noch deutlicher. Das gilt auch für Frida Levy selbst, die trotz der unbarmherzigen Judenverfolgung nie ihre Würde verlor. Auch zur Deportation unserer Namensgeberin im Januar 1942 nach Riga konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden.

 

Die Festschrift enthält wie in der ersten Auflage die Geleitworte von Paul Spiegel, dem kürzlich verstorbenen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Wolfgang Reiniger, dem regierenden Oberbürgermeister der Stadt Essen und Dr. Ernst Schmidt, dem Essener Stadhistoriker. Bernhard Beckers Aufsatz über Dr. Fritz Levy, Ria Grieps Beitrag über die Geschichte der Namensgebung und Walter Kerns Bericht über die Studienfahrt nach Auschwitz sind - teilweise in überarbeiteter Form - ebenfalls wie in der ersten Ausgabe Teil der Festschrift.

 

Neu hinzu kamen u.a. Aufsätze von Ulrike Groeger und Hans Golinja zum 24-Studen-Schwimmen gegen Gewalt und eine Darstellung des Festaktes der feierlichen Namensgebung am 6. September 2001, die von unserem Schulleiter Dr. Friedhelm Endemann verfasst wurde. Ulrike Groeger, Sigrid Hendricksen und Beate Helgers-Wöhrle schrieben Beiträge zum Frida-Levy-Tag und zur Verankerung unseres Schulnamens im Schulprogramm. Walter Kern und Ludger Hülskemper-Niemann beschließen die Festschrift mit einem Bericht über die Studienfahrt nach Riga im April 2006.

 

Wir werden das mehr als 100 Seiten umfassende Buch zu einem Preis von 3 € verkaufen, bitten aber beim Verkauf um Spenden, da wir den Preis sehr niedrig angesetzt haben, damit alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben diese Festschrift zu kaufen!

 

Der Leser wird einen erschütternden, einzigartigen Einblick in das Leben und Wirken Frida Levys bekommen, unsere Schule besser kennen lernen und sie durch den Kauf unterstützen, auch in Zukunft ambitionierte Ziele zu verfolgen. Erstmals werden wir zu unseren Feierlichkeiten zum Schuljubiläum (8./9. September 2006) unseren ehemaligen Schülerinnen und Schülern und den Eltern der heutigen Schülergeneration die gelungene Festschrift zum Kauf anbieten. Wir bitten alle um entsprechende Unterstützung!

 

Die Biografie kann während zahlreicher Verkaufsaktionen in der Schule gekauft werden. Interessierte können diese jedoch auch im Buchhandel bestellen.